Santiago Calatrava: Auditorio de Tenerife

Ein Segel im Wind, die Flosse eines riesigen weißen Fisches oder ein steinernes Palmenblatt – egal, welches Bild einem vorschwebt – Santiago Calatravas Kongress- und Konzerthalle in Teneriffas Hauptstadt Santa Cruz ist unglaublich schön. Das mit unzähligen unregelmäßigen weißen Kachelstücken verkleidete Gebäude strahlt in der Sonne besonders hell. Der Architekt verweist hiermit auf Antonio Gaudi, der seine Gebäude ebenfalls mit Keramikscherben schmückte. Die 2003 eröffnete Halle steht direkt an der Küste und zeigt in Richtung See, die Sichel schwingt quasi in Fahrt- oder Windrichtung nach hinten. Die umliegenden Terrassen und der Betonsockel nehmen die spitzen und geschwungenen Formen des Gebäudes wieder auf. Neben Gaudi sind noch weitere Vorbilder im Gespräch: Mendelsohns Einsteinturm in Potsdam oder Utzons Opernhaus in Sydney weisen Ähnlichkeiten in der ausdrucksstarken Formensprache auf.

Auditorio de Tenerife von Santiago Calatrava

5 Kommentare

  1. Sehr gut geworden die Bilder !
    Gaudi… Von ihm habe ich in Barcelona schon einige Gebäude gesehen und ich muss sagen das diese sehr eindrucksvoll waren.
    Das „Auditorio de Tenerife“ steht dem aber in nichts nach !

  2. wunderschön – erinnert (das erste bild) ein wenig an einen halben halbmond. und es ist interessant, wie sehr sich das erscheinungsbild je nach ansichtsrichtung ändern kann.

  3. Schöne Fotos. Neben den geschwungenen Formen gefällt mir vor allem die Außenverkleidung mit Keramikkacheln. Dieses Gaudí-Design finde ich sehr gut gelungen, und es erinnert mich an den Parc Güell in Barcelona, wo Antoni Gaudí viele seiner Kunstwerke mit der sogenannten Trencadís-Technik gestaltet hat.

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