Helene Hanff: Briefe aus New York

Helene Hanff
Erst der Briefwechsel mit London, dann die Reise nach London und jetzt Briefe aus New York für London. Helene Hanffs letztes Buch basiert auf kurzen New Yorker Alltagsberichten, die die BBC,  wohl wissend um die vielen englischen Hanff-Fans, bei ihr in Auftrag gegeben hat. So geht es jetzt auch nicht mehr um Antiquariate und Bücher, sondern um das Leben in der Mega-City New York. Gewohnt unterhaltsam berichtet die allein lebende Helene von Spaziergängen im Central-Park, von wahnwitzigen Shopping-Erlebnissen (graue Hosenanzüge in Größe 4) und mit welch logistischer Höchstleistung sie in ihrem Mini-Apartment ein Essen für 20 Freunde vorbereitet. Man erfährt einiges aus der Geschichte der Stadt, z.B. warum Neufundland Neufundland heißt oder warum die Radio City Music Hall in den 70ern beinahe abgerissen wurde. Und es gibt jede Menge Hunde-Anekdoten, denn auch wenn Helene selbst kein Haustier hat (Wohnung viel zu klein!), ist sie regelrecht vernarrt in Hunde. Im Nachwort steht am Ende ein wahrer Satz: „Und wer noch niemals in New York war, wird, wenn er dieses Büchlein zugeklappt hat, das kaum zu zähmende Verlangen verspüren, eine Reise dorthin zu buchen, umgehend.“ Stimmt!

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