Donald Windham: Dog Star

Dieser Typ ist ein echtes Arschloch. Er prügelt sich grundlos, schlägt seine Freundin und er knöpft Jüngeren Geld ab. Blackie ist selbst gerade mal 15, aus der Besserungsanstalt abgehauen und jetzt wieder zurück in seiner Heimatstadt. Mit der stets Whiskey trinkenden Mutter und seiner älteren Schwester (ein Baby, kein Mann) kommt er allerdings immer noch nicht klar. Doch dann trifft er Mabel, verliebt sich in sie – bis ihn Selbstzweifel und der große Wunsch, hart und ein echter Mann zu sein, wieder einholen. Sein einziger Freund Whitey hatte sich umgebracht und jetzt zieht Blackie durch die brütend heiße Stadt, markiert den großen Macker – doch ein Unwetter naht. Donald Windahms atemberaubender und zeitloser Roman „Dog Star“ erzählt die Geschichte eines Jungen auf der Suche nach sich selbst. Wie bei Salingers „Fänger im Roggen“ sind es keine außergewöhnlichen Ereignisse, sondern ganz alltägliche Dinge im Leben eines halbstarken Jugendlichen, die hier geschildert werden. Doch die Story hat einen unentrinnbaren Sog, einen eigenen Sound und einige Schilderungen bleiben einem noch lange im Gedächtnis. Der Münchner Lilienfeld Verlag veröffentlichte das 1950 in den USA erschienende Buch im letzten Jahr in einer packenden deutschen Übersetzung. Windham, ein Freund von Truman Capote und Tennessee Williams, erntete damals sogar Lob vom großen Thomas Mann: „Dog Star“ ist „… einfach, natürlich und stark“. Recht hat er!

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