Grimme-Preis für „Teufelsbraten“

Zu den heute verkündeten Preisträgern des renommierten Adolf-Grimme-Preises gehört „Teufelsbraten“, die zweiteilige ARD-Verfilmung des Romans „Das verborgene Wort“ von Ulla Hahn. Genau jenes Buch also, das Marcel Reich Ranicki im vorletzten „Literarischen Quartett“ 2001 als vollkommen missraten einstufte. Regisseurin Hermine Huntgeburth erkannte allerdings die Qualitäten des Textes und schaffte es außerdem, die Passagen in Mundart gekonnt umzusetzen. Die Grimme-Jury in ihrer Begründung: „Der atmosphärische und kulturelle Wandel von den späten 50er zu den 60er Jahren wird mit sicherem Gespür für Farben, Bilder und sprechende Szenen eingefangen, man fühlt sich im besten Sinne in eine Familiensaga und ihre Zeit entführt. […] Großes Fernsehen, ein epischer, mitreißender Strom.“

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