Frank Lloyd Wright: Home and Studio in Oak Park

Die ersten 20 Jahre seiner Karriere lebte und arbeitete Frank Lloyd Wright (1867-1959) in dem von ihm immer wieder umgebauten und erweiterten Wohnhaus mit Atelier in Oak Park, einem ruhigen Vorort von Chicago. Mit gerade einmal 22 Jahren lieh er sich Geld von seinem damaligen Arbeitgeber Louis Sullivan (1856-1924), dem berühmten Vater der Wolkenkratzer, kaufte ein ländliches Grundstück und baute für seine erste Ehefrau Catherine Tobin ein kleines Häuschen, das mit den Jahren zum Experimentierobjekt des aufstrebenden Architekten wurde und an dem er 1898 sein Atelier anbaute. Hier entstanden am Reißbrett nicht nur mehr als 130 Gebäude, hier wurden mögliche Auftraggeber empfangen und nicht zuletzt wuchsen hier auch seine Kinder auf. Im typischen Stil der Prairie Houses passt sich das Gebäude flach der Landschaft des Mittleren Westens an, sind die Innenräume offen gestaltet und werden die verwendeten Naturmaterialen offen zur Schau gestellt. Der äußere Skulpturenschmuck stammt vom in Deutschland geborenen Bildhauer Richard Bock (1865-1949), der mit Wright noch häufiger zusammenarbeitete. Und noch ein Deutscher beeinflusste (wenn auch indirekt) Wrights Bauten: Schon als Kind soll der berühmteste Architekt Amerikas mit Bauklötzern des Pädagogen und Kindergarten-Erfinders Friedrich Fröbel (1782-1852) gespielt haben. Haus und Atelier in Oak Park wirken tatsächlich wie mit unterschiedlichen Bausteinen zusammengestellt.

T. C. Boyle beginnt in seinem Roman „Die Frauen“ mit der Zeit nach Oak Park und erzählt Wrights Leben in drei großen Kapiteln rückwärts, das letzte widmet sich dann Oak Park und Wrights damaligen Frauen, Catherine und der Geliebten Mamah. Hier die Buchbesprechung!

5 Kommentare

  1. Hallo Mulliner!

    Zunächst einmal nachträglich herzlich Willkommen bei http://www.tcboyle.de und Glückwunsch zu Deinem Blog. Da haben wir ja einen wahren FLW-Epigonen in unseren Reihen. Recht so! Die Häuser des Meister finde ich äusserst ansprechend!

    „Die Frauen“ habe ich – Asche auf mein Haupt – noch nicht einmal angefangen, oh weh.

    Wir freuen uns auf grossartige Literaturdiskussionen mit Dir!

    Beste Grüße

    Frank

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