Richard Yates (1926-1992)

Neben Updike, Salinger und Carver gehört Richard Yates zu den Autoren, die in ihren Werken das Leben und den Alltag von ganz normalen Mittelschichtsamerikanern unter die Lupe nehmen. Nach seiner Zeit bei der Army, u.a. in Deutschland, schlug er sich als freier Journalist in New York durch und schrieb Reden für Bobby Kennedy. 1961 erschien sein erster Roman „Revolutionary Road“ („Zeiten des Aufruhrs„), der im letzten Jahr von Sam Mendes („American Beauty“) verfilmt wurde. In den USA gilt die Geschichte von Frank und April Wheeler, die verzweifelt versuchen, sich Zwängen der Gesellschaft wie Bürojob, Eigenheim und Kindern zu widersetzen, inzwischen als Klassiker der Moderne. 2005 wählte Time den Roman zu den 100 besten englischsprachigen des 20. Jahrhunderts. Zu Lebzeiten blieb der große kommerzielle Erfolg jedoch aus, zu wenige wollten vom Scheitern des amerikanischen Traums lesen. Um die Jahrtausendwende begann man sich endlich wieder für seine Texte, auch für die Kurzgeschichten, zu interessieren. Doch Yates war schon tot, er starb 1992 an einer Lungenerkrankung.

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