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Buchtrailer: Alice von Judith Hermann

Samstag, 16. Mai 2009 9:04

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Thema: Literatur | Kommentare (1) | Autor: Steffen

Getwitterte Weltliteratur

Freitag, 15. Mai 2009 9:46

Immer wieder Twitter. Die letzte Neuigkeit kommt vom englischen Autor Tim Collins, der für sein neues Buch “The little book of Twitter” versucht hat, Klassiker der Literaturgeschichte in nur 140 Zeichen zusammenzufassen. Der Telegraph zitiert einige Beispiele. Jane Austens “Pride and Prejudice” geht so:

janeaustin: Woman meets man called Darcy who seems horrible. He turns out to be nice really. They get together.

Die Frage ist jetzt: Hat sich der Autor oder die Zeitung bei Jane Austens Namen vertippt? Macht Twitter vielleicht doch dumm?

Thema: Literatur | Kommentare (0) | Autor: Steffen

Was ist die beste Flugzeuglektüre?

Donnerstag, 14. Mai 2009 9:04

Ziemlich verrückt, was sich Marketing-Abteilungen alles ausdenken. Für den Flughafen Heathrow hatte man sich eine Kampagne überlegt, in der Internet-User nach den Produkten gefragt wurden, die sie am liebsten mit auf Reisen nehmen. Mehr als 20.000 Stimmen wurden abgegeben und der Gewinner des Heathrow Travel Product Award in der Kategorie Buch ist Vikas Swarups “Slumdog Millionaire” (deutsch: “Rupien! Rupien!”). Dicht gefolgt u.a. von Bernhard Schlinks “Der Vorleser”. Mehr dazu hier.

Thema: Literatur | Kommentare (0) | Autor: Steffen

Mein (fast) privates Kochbuch

Montag, 11. Mai 2009 9:10

Nach den personalisierten Literaturklassikern bei Penguin (mehr hier) besteht jetzt auch in Deutschland die Möglichkeit,sich ein individuelles Buch drucken zu lassen. Fotobücher gibt es ja auch hierzulande schon eine ganze Zeit, jetzt sind Kochbücher dran: Bei Dr. Oetker Select kann man sich aus über 3000 Rezepten seine Lieblingsmenüs zusammenstellen und mit einer persönlichen Einleitung versehen. Ein Buch mit 36 Rezepten kostet 22 €. Die Möglichkeit, eigene Rezepte hochzuladen, gibt es leider nicht. Und so ist die schöne Idee leider nicht zu Ende gedacht. Wenn ich ein persönliches Kochbuch haben will, dann nur mit Kaltmamsells Brot ohne Kneten!

Thema: Literatur | Kommentare (0) | Autor: Steffen

Taschen eröffnet Laden in Berlin

Samstag, 2. Mai 2009 9:51

Am kommenden Donnerstag ist es soweit: Der Taschen-Verlag eröffnet in der Berliner Friedrichstraße einen eigenen Store. Das volle Spektrum des Verlagsprogramms will man dort präsentieren. Designer Phillipe Starck, dessen Bücher natürlich bei Taschen erscheinen, gestaltete die Einrichtung. Mit Sicherheit gibt es dort auch die Möglichkeit durch Walton Fords 1250,00 € teuren Bildband Pancha Tatra zu blättern. Am 15. Mai steht übrigens schon die nächste Neueröffnung ins Haus, dann in Kopenhagen.

Thema: Architektur, Kunst | Kommentare (0) | Autor: Steffen

Schulze, Kästner, Kracht - Welt-Edition ab Mai

Donnerstag, 30. April 2009 7:19

Zugegeben, die Idee ist nicht gerade neu. Erst die Süddeutsche, dann der Spiegel und viele andere Zeitungen und Magazine. Einige Titel der Roman-Edition “Die Welt erlesen“, in der ab Mitte Mai die Tagesszeitung Die Welt mit der Hilfe des Aufbau-Verlags insgesamt 25 Bücher zu je 9,95 € herausgibt, sind dennoch eine Entdeckung wert. Anlass ist der 60. Jahrestag der Bundesrepublik und mit Andersch, Böll, Kästner, Kempowski und Lenz werden auch einige deutsche Klassiker neu aufgelegt. Spannender sind aber Texte, die man bislang noch nicht zum “Kanon” zählte: Mit Johannes Bobrowskis “Levins Mühle“, Franz Fühmanns Erzählung  “Das Judenauto” und Reiner Kunzes “Die wunderbaren Jahre” finden sich einige erstklassige Beispiele der DDR-Literatur. Und mit Christian Krachts “Faserland” und Ingo Schulzes “Simple Storys” sogar zwei große Bücher jüngerer Autoren. (Alle Titel bislang nur hier.)

Thema: Literatur | Kommentare (0) | Autor: Steffen

Relaunch bei Monopol

Mittwoch, 22. April 2009 14:36

Morgen erscheint Monopol, laut Untertitel das Magazin für Kunst und Leben, in einem neuen Layout. (Der Internet-Auftritt soll folgen.) Und da das Heft nach fünf Jahren auch inhaltlich überarbeitet wurde, hier schon eine knappe Kurzkritik.
Layout: Klassischer, sachlicher, hoffentlich auf Dauer nicht langweiliger. Der obere Seitenteil bekommt eine Art Reiter, so weiß man jederzeit, wo man sich im Heft befindet.
Texte: Neue Rubriken, u.a. über Musik und Belletristik. Nette Idee, doch weiter sollte das Themenspektrum nicht werden. Sonst wird aus dem Kunst- ein Lifestyle-Magazin. Interessant: Wie beim Konkurrenten Art kommt mit einer Prominenten-Serie jetzt auch “alte” Kunst ins Heft (dort besprechen derzeit Schriftsteller Porträts, hier schwärmt Baselitz von Stubbs).
Bilder: Ein langes Portfolio mit bislang unveröffentlichten Fotografien bringt Ruhe in die Heftmitte.
Format: Ein Hauch kleiner als früher, dafür im Mai 14 Seiten mehr als im April.
Preis: Immer noch stolze 7,50 €.
Fazit: Wenn das Team es jetzt auch noch schafft, diesen oft fragwürdigen “Krümelkram” (Meldungen, Kalender, Mini-Kolumnen) unter einen Hut zu bringen, weiter auf ausführliche Texte wie im Mai (Interview mit Damien Hirst, Kurzgeschichte von Daniel Kehlmann) setzt und dann nicht wieder zu einem hektisches Hype-Theater zurückfällt, wird alles gut!

Thema: Kunst | Kommentare (0) | Autor: mulliner

Personalisierte Klassiker von Penguin

Dienstag, 21. April 2009 19:23

Der amerikanische Verlag Penguin setzt im Zuge des allgemeinen E-Book-Hypes nicht allein auf digitale Versionen von Büchern. Auf dem Portal Penguin Personalized 2.0 lassen sich für gerade mal 17 Dollar personalisierte Ausgaben von großen Klassikern der Literaturgeschichte erstellen. Wer also gern Bücher wie “Huckleberry Finn”, den “Zauberer von Oz” oder die “Schatzinsel” verschenkt, kann jetzt Foto und Text hochladen und (so lange es noch gedruckte Bücher gibt) seinem Lieblingswerk eine persönliche Note verleihen. Alternativvorschlag:  Man entwirft einfach ein zweites Cover und behauptet, das vorliegende Buch stammt in Wahrheit von einem selbst und nicht von Mark Twain, Frank Baum oder Robert Louis Stevenson!

Thema: Literatur | Kommentare (1) | Autor: mulliner

“Alice” - Neue Erzählungen von Judith Hermann

Sonntag, 19. April 2009 9:14

Ihr neues Buch ist noch nicht einmal offiziell auf dem Markt, da bekommt Judith Hermann schon den renommierten Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. Selbst wenn Hermanns bisheriges Werk nicht sehr umfangreich ist - geehrt wird sie auch für ihre Bücher “Sommerhaus, später” (1997) und “Nichts als Gespenster” (2003) - kaum eine deutsche Autorin der letzten 25 Jahre fand mit ihren Erzählungen so viel Zuspruch und Anerkennung. (Dafür musste sie sich allerdings auch den Titel “Fräuleinwunder” gefallen lassen.) Neben den Büchern von Christian Kracht gehören ihre Texte wohl zu den wenigen, denen die Schublade Popliteratur in den 1990er Jahren nichts ausgemacht haben und die auch dann noch gelesen werden, wenn niemand mehr weiß, wer Benjamin von Stuckrad-Barre war. Natürlich ist “Alice” wieder kein Roman, auch wenn man im Netz noch nichts Genaueres findet. Etwas rätselhaft spricht der Verlag von “Zeiten des Übergangs, des Wartens, des Festhaltens und Loslassens”, die in den neuen Erzählungen angesprochen werden. Am 4. Mai soll das Buch in den Läden liegen, am 22. April  liest Judith Hermann schon einmal im Literarischen Colloquium Berlin daraus (und am 12. Mai im Berliner Radialsystem).

Thema: Literatur | Kommentare (0) | Autor: mulliner

Picturing America. Fotorealismus der 70er Jahre. Deutsche Guggenheim Berlin

Dienstag, 7. April 2009 16:18

Realismus. Kaum ein Begriff wird zur Beschreibung von Kunst oder gar als Qualitätskriterium häufiger benutzt. Ob antike Fresken (Tauben lassen sich von gemalten Weintrauben täuschen), niederländische Stillleben (die samtweiche Haut von Pfirsichen) oder barocke Porträts (gemalte Augen, die einen quer durch den Raum nachblicken) - durch alle Epochen der europäischen Kunstgeschichte ziehen sich Elemente realistischer Wiedergabe von Wirklichkeit. Allerdings: Kunst ist niemals realistisch! Auch nicht die atemberaubenden Gemälde der 17 amerikanischen Künstler, die derzeit in der Deutschen Guggenheim Berlin zu sehen sind. In vier Ausstellungsräumen werden noch bis zum 10. Mai insgesamt 32 super-/hyper-/ bzw. fotorealistische Kunstwerke gezeigt, die allesamt in den Jahren 1967 bis 1982 enstanden. Auch wenn inzwischen mehr als 25 Jahre seit der Entstehung vergangen sind; das Begriffschaos der Kunsthistoriker und Kritiker bleibt. Die Gemälde wurden logischerweise nach den Motiven sortiert: Stadt, Konsum, Alltagsleben. In einer Ecke hängen Lithografien aus einer Mappe, die 1972 für die documenta 5 von mehreren Künstlern zusammengestellt wurde. Dass die Arbeit nach realen Fotografien eine der wenigen Gemeinsamkeiten aller Maler ist, erfährt der Besucher zwar, doch wie die einzelnen Künstler diese Fotos genau auf die Leinwand gebannt haben, ist höchst unterschiedlich. Auch die Auswahl der Motive (leere Straßen, möglichst viele Spiegelungen und Szenen, so alltäglich wie möglich) lässt darauf schliessen, dass da nicht einfach nur Wirklichkeit nachgebildet, vielmehr eine eigene “Überwirklichkeit” inszeniert wurde. Doch bei allen offenen Fragen, überwiegt die Begeisterung und das Staunen, endlich so viele erstklassige Beispiele einer oft verpönten Kunstrichtung zu sehen!

Thema: Kunst | Kommentare (1) | Autor: mulliner