Tag-Archiv für » Frank Lloyd Wright «

Geschenktipps Weihnachten 2010

Dienstag, 14. Dezember 2010 6:05

Nur noch wenige Tage und dann ist es wieder soweit. Für die nach Inspiration Suchenden hier ein paar heiße Tipps: Vor kurzem erschien die Taschenbuchausgabe von T.C. Boyles großartigem Frank-Lloyd-Wright-Roman “Die Frauen” (mehr hier). Der amerikanische Star-Architekt verwickelt in dramatischen Frauengeschichten mit Mord, Totschlag und jeder Menge Rumgezicke. Ganz im Gegenteil dazu die stillen aber genauso eindringlichen Kurzgeschichten des Iren Colm Tóibín im Band “Mütter und Söhne” (mehr hier).
Vom Ursprung aller Dinge erzählt der Altmeister des amerikanischen Comics Robert Crumb in seiner prächtigen Graphic Novel “Genesis” (hier eine Leseprobe). Als bester deutscher Comic 2010 wurde dagegen Jens Harders “Alpha” ausgezeichnet, so etwas wie das naturwissenschaftliche Gegenstück zu Crumb: Die Entstehung der Welt auf 360 Seiten (hier Infos und Leseprobe).
Eine der großartigsten TV-Serien der letzten Jahre ist “Mad Men“. Und auch wenn das inzwischen viele wissen; im deutschen Fernsehen laufen die Geschichten rund um eine New Yorker Werbeagentur Anfang der 1960er immer noch versteckt bei ZDFneo und Sky. Aber zum Glück sind die ersten beiden Staffeln jetzt auch bei uns auf DVD erhältlich.
Und auch in der Musik war 2010 ein gutes Jahr. Im März erschien das Debütalbum von Brian Burton und James  Mercer alias Broken Bells. Und hier stimmt es wirklich: Ein Album für die Ewigkeit.
Viel Spaß beim Verschenken!

Thema: Kunst, Literatur | Kommentare (0) | Autor: Steffen

Frank Lloyd Wright: Unity Temple in Oak Park

Sonntag, 3. Mai 2009 9:23

Nachdem hier schon Frank Lloyd Wrights Wohnhaus mit Atelier in Oak Park (Chicago) vorgestellt wurde, folgt jetzt der von ihm entworfene Unity Temple aus dem Jahr 1904 ein paar Straßen weiter. Um die Jahrhundertwende zerstörte ein Feuer die alte Kirche und die Gemeinde beauftragte ihr Mitglied Wright mit einem Neubau für das schmale Grundstück. Die neue Kirche, eines der ersten Bauwerke aus Stahlbeton, sieht von außen eher aus wie ein Mausoleum: Vollkommen gegen die Außenwelt abgeschirmt, wie viele von Wrights Prairie-Häuser, befindet sich der Eingang versteckt hinter zwei Mauern an der Seite. In der Innenausstattung zeigt sich Wrights geometrischer Stil erstmals vollständig; ihm ging es um die Gestaltung eines würdevollen Raumes mit der Hilfe natürlicher Materialien. Mehr zum Unity Temple, der bald zum Weltkulturerbe gehören soll, gibt es hier. Wer sich für FLW und sein bewegtes Privatleben interessiert, der lese T.C. Boyles “Die Frauen”!

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Frank Lloyd Wright: Unity Temple

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Thema: Architektur | Kommentare (0) | Autor: Steffen

T.C.Boyle: Die Frauen

Mittwoch, 4. März 2009 15:04

Ein Roman über einen Architekten. Weniger einfallsreiche Autoren hätte wohl eine klassische Künstlerbiografie geschrieben: Lehrjahre, die Suche nach Aufträgen, die ersten Entwürfe und so weiter. Nicht so T.C. Boyle - für ihn steht das Leben Frank Lloyd Wrights, den man durchaus als Amerikas berühmtesten Architekten bezeichnen kann, im Mittelpunkt; besser gesagt seine Frauen. Boyle, der in einem echten Wright-Haus lebt, fand jede Menge romantauglichen Stoff. Ehebruch, Flucht, Mord - einige Jahrzehnte im Leben von Wright und seinen Frauen wurden von den Schlagzeilen in der Presse bestimmt. So ist Boyles Roman keine reine Biografie, sondern eher ein dramatischer Roman, der den Umgang der amerikanischen Öffentlichkeit mit einem außergewöhnlichen Mann und seinem Leben abseits der damaligen Konventionen zeigt. mehr

Thema: Architektur, Literatur | Kommentare (2) | Autor: mulliner

Frank Lloyd Wright: Home and Studio in Oak Park

Donnerstag, 5. Februar 2009 20:05

Die ersten 20 Jahre seiner Karriere lebte und arbeitete Frank Lloyd Wright (1867-1959) in dem von ihm immer wieder umgebauten und erweiterten Wohnhaus mit Atelier in Oak Park, einem ruhigen Vorort von Chicago. Mit gerade einmal 22 Jahren lieh er sich Geld von seinem damaligen Arbeitgeber Louis Sullivan (1856-1924), dem berühmten Vater der Wolkenkratzer, kaufte ein ländliches Grundstück und baute für seine erste Ehefrau Catherine Tobin ein kleines Häuschen, das mit den Jahren zum Experimentierobjekt des aufstrebenden Architekten wurde und an dem er 1898 sein Atelier anbaute. Hier entstanden am Reißbrett nicht nur mehr als 130 Gebäude, hier wurden mögliche Auftraggeber empfangen und nicht zuletzt wuchsen hier auch seine Kinder auf. Im typischen Stil der Prairie Houses passt sich das Gebäude flach der Landschaft des Mittleren Westens an, sind die Innenräume offen gestaltet und werden die verwendeten Naturmaterialen offen zur Schau gestellt. Der äußere Skulpturenschmuck stammt vom in Deutschland geborenen Bildhauer Richard Bock (1865-1949), der mit Wright noch häufiger zusammenarbeitete. Und noch ein Deutscher beeinflusste (wenn auch indirekt) Wrights Bauten: Schon als Kind soll der berühmteste Architekt Amerikas mit Bauklötzern des Pädagogen und Kindergarten-Erfinders Friedrich Fröbel (1782-1852) gespielt haben. Haus und Atelier in Oak Park wirken tatsächlich wie mit unterschiedlichen Bausteinen zusammengestellt.

T. C. Boyle beginnt in seinem Roman “Die Frauen” mit der Zeit nach Oak Park und erzählt Wrights Leben in drei großen Kapiteln rückwärts, das letzte widmet sich dann Oak Park und Wrights damaligen Frauen, Catherine und der Geliebten Mamah. Hier die Buchbesprechung!

Thema: Architektur | Kommentare (5) | Autor: mulliner

T.C. Boyle über Frank Lloyd Wright

Montag, 5. Januar 2009 20:54

Am 4. Februar erscheint das neueste Werk von T.C. Boyle. Es heißt “Die Frauen” und dreht sich um das Leben des amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright und dessen häufig wechselnde Partnerinnen. Der in den USA geradezu kultisch verehrte Baumeister, z. B. des Guggenheim in New York, pflegte einen für seine Zeit recht unkonventionellen Lebensstil - genau das Richtige also für Boyle, der auf den Architekten aufmerksam wurde, als er mit seiner Familie in ein echtes Wright-Haus in Santa Barbara einzog.  Nach Boyles wunderbaren Romanen über den Sex-Forscher Kinsey (“Dr. Sex”) und den Kornflakes-Erfinder Kellog (“Willkommen in Wellville”) nun also erneut ein Blick ins Innerste Amerikas. Hier gibt es mehr!

Thema: Literatur | Kommentare (0) | Autor: mulliner