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Mit dem Fahrrad zur Milchstraße. Die Sammlung Hoffmann. Lipsiusbau Dresden

Donnerstag, 2. Juli 2009 11:47

Kunsthalle im Lipsiusbau DresdenWährend in Berlin das Sammlerpaar Pietzsch surrealistische Kunst in der Neuen Nationalgalerie zeigt (mehr dazu hier), wird derzeit im Dresdener Lipsiusbau auf der Brühlschen Terasse zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Erika und Rolf Hoffmann präsentiert. Und während man in Berlin auf einen konventionellen, chronologischen Rundgang setzt, hat  in Dresden Erika Hoffmann-Koenige die Ausstellung höchstpersönlich konzipiert und für spannungsreiche Bezüge und Überraschungen gesorgt.
Der ungewöhnliche Titel “Mit dem Fahrrad zur Milchstraße” spielt dabei auf zwei für die Sammlung wichtige Werke an: Die Schau beginnt mit dem 16mm-Film “Met losse handen” von Marijke van Warmerdam, in dem man als Betrachter die Position eines Fahrradfahrers einnimmt, der erst die Hände vom Lenker nimmt, dann langsam in die Luft steigt und in Kreisen über die flache holländische Landschaft fliegt. Ein provokant-obszöner Gegensatz dazu ist das große, auf Tizian und Tintoretto anspielende Ölgemälde von Richard Phillips “Origin of the Milky Way”: Eine künstliche Blondine verspritzt Milch aus ihren großen Brüsten.

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Thema: Kunst | Kommentare (0) | Autor: Steffen

Hans Poelzig: Mosaikbrunnen im Großen Garten Dresden

Mittwoch, 13. Mai 2009 9:41

Hans Poelzig: Mosaikbrunnen in Dresden

Hinsichtlich des Entstehungsjahrs von Hans Poelzigs (1869-1936) expressionistischen Mosaikbrunnen im Großen Garten herrscht etwas Verwirrung. (Hier wird erwähnt, dass der Brunnen bei der 5. Jahresschau Deutscher Arbeit 1926 einfach integriert wurde, da er am selben Ort bereits für die Schau 1922 errichtet wurde.) Vielleicht führte das Motto “Gartenbau” der 5. Schau zu dieser Verwechslung, erinnert der Brunnen doch stark an bunte Blütenkelche. Auch das 1918-19 nach Plänen Poelzigs umgebaute Große Schauspielhaus in Berlin kann als Referenz dienen: Die Pfeiler im Foyer ähnelten ebenfalls  Stalaktiten und Orgelpfeifen. Die Mosaiksteinchen lieferte die Berliner Firma Puhl & Wagner, 2006 wurde der Brunnen komplett restauriert.

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Thema: Architektur, Kunst | Kommentare (0) | Autor: Steffen

Wunschbilder. Sehnsucht und Wirklichkeit. Gemäldegalerie Alte Meister Dresden

Mittwoch, 6. Mai 2009 9:00

Es war August II. (August der Starke), der Dresden zu jener prunkvollen Barockmetropole machte, von der noch heute viele Einheimische und Touristen träumen. Unter August erlebte Sachsen nicht nur einen wirtschaftlichen, sondern auch einen kulturellen Aufschwung. An seinem Hof waren Künstler aus ganz Europa tätig. Die prächtige Ausstellung “Wunschbilder” in der Gemäldegalerie Alte Meister zeigt, wie Malerei in und für Dresden im 18. Jahrhundert aussah. Herrscherporträts, Historienmalerei und Canalettos berühmte Veduten werden genauso ausgestellt wie kleine Genrebilder und Landschaften. Die barocke Hängung lässt erahnen, wie überwältigend ein Galeriebesuch damals gewesen sein musste: In mehreren Reihen übereinander, Symmetrien und Blickachsen bildend, sind die farbigen Wände über und über mit goldgerahmten Bildern behangen. Und auch wenn man als Besucher etwas verloren zwischen so vielen Eindrücken ist und die vielen Texte und Informationstafeln eher verwirren als aufklären, wünscht man sich wie Peter Richter von der FAZ, dass diese Ausstellung für immer zu sehen bleibt.

Thema: Kunst | Kommentare (0) | Autor: Steffen