Mit dem Fahrrad zur Milchstraße. Die Sammlung Hoffmann. Lipsiusbau Dresden
Donnerstag, 2. Juli 2009 11:47
Während in Berlin das Sammlerpaar Pietzsch surrealistische Kunst in der Neuen Nationalgalerie zeigt (mehr dazu hier), wird derzeit im Dresdener Lipsiusbau auf der Brühlschen Terasse zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Erika und Rolf Hoffmann präsentiert. Und während man in Berlin auf einen konventionellen, chronologischen Rundgang setzt, hat in Dresden Erika Hoffmann-Koenige die Ausstellung höchstpersönlich konzipiert und für spannungsreiche Bezüge und Überraschungen gesorgt.
Der ungewöhnliche Titel “Mit dem Fahrrad zur Milchstraße” spielt dabei auf zwei für die Sammlung wichtige Werke an: Die Schau beginnt mit dem 16mm-Film “Met losse handen” von Marijke van Warmerdam, in dem man als Betrachter die Position eines Fahrradfahrers einnimmt, der erst die Hände vom Lenker nimmt, dann langsam in die Luft steigt und in Kreisen über die flache holländische Landschaft fliegt. Ein provokant-obszöner Gegensatz dazu ist das große, auf Tizian und Tintoretto anspielende Ölgemälde von Richard Phillips “Origin of the Milky Way”: Eine künstliche Blondine verspritzt Milch aus ihren großen Brüsten.
Thema: Kunst | Kommentare (0) | Autor: Steffen

