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Expressionismus am Rhein: Die Bastei von Wilhelm Riphahn

Dienstag, 6. Juli 2010 10:22

Das ausladende Dach der Bastei, das wie ein Teller oder ein Frisbee in Richtung Rhein schwebt, ist das auffälligste Merkmal des Restaurants im Kölner Norden und sogar schon in die Literaturgeschichte eingegangen: In einem Gedicht träumte sich Joachim Ringelnatz das Dach drehend wie ein Karussel. Der Architekt Wilhelm Riphahn setzte die Bastei 1923-24 auf eine sogenannte Kaponniere, einen massiven, hervorstehenden Raum, von dem aus der Feind direkt beschossen werden sollte. Im Inneren dieses Sockels befinden sich Treppen, Lager und Versorgungsräume. Die Gäste speisen auch heute wieder mit Rundumblick im verglasten Hauptgeschoß. Denn im Zweiten Weltkrieg wurde die Bastei schwer zerstört, konnte aber 1958 von Riphahn selbst wieder aufgebaut werden. Mit den auffälligen Zackenformen des Daches und der prismenförmigen Anordnung der Fenster ist die Bastei ein kleines aber beeindruckendes Beispiel expressionistischer Architektur.

Expressionismus am Rhein: Bastei

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Turmkunst: Bierpinsel Steglitz

Dienstag, 20. April 2010 17:25

Gelandet ist das UFO schon Mitte der 70er Jahre. Doch richtig bunt wird es erst jetzt. Das liebevoll Bierpinsel genannte, ehemalige Turmrestaurant Steglitz der ICC-Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte stand in den letzten Jahren leer. Seit Anfang April gestalten nun vier internationale Street Art-Künstler die Außenhaut des futuristischen Gebäudes. Bis Mitte April ist es noch Flying Förtress aus Hamburg. Im Inneren gibt es eine von der Vicious Gallery organisierte Ausstellung mit Urban Art u.a. von Dave The Chimp, Sozyone González und Stefan Strumbel. Unter turmkunst.de finden sich weitere Informationen, einen kritischen Bericht über das Projekt und die Organisatoren gibt es bei proud.de und immer wieder aktuelle Fotos erscheinen bei ekosystem.org. Hier einige Aufnahmen vom 17. April 2010:

Der Steglitzer Bierpinsel

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Thema: Architektur, Kunst | Kommentare (0) | Autor: Steffen

Herzog & de Meuron: Tenerife Espacio de las Artes

Freitag, 13. November 2009 14:29

Sie sind das einflussreichste und bekannteste Architektenteam der Gegenwart. Großprojekte wie der Umbau eines alten Kraftwerks zur Tate Modern in London, die Allianz-Arena in München oder das Olympia-Stadion in Peking (”Vogelnest”) wurden im Büro von Jacques Herzog und Pierre de Meuron entworfen. Doch auch abseits der Metropolen und bei nicht ganz so großen Bauaufträgen beweisen die Schweizer ihren Mut zu Innovationen:
Im Herbst 2008 eröffnete in Santa Cruz mit dem Tenerife Espacio de las Artes, kurz TEA, ein Kunst- und Ausstellungszentrum, das neben dem Óscar Domínguez gewidmetem Museum auch eine Bibliothek, einen Hörsaal, ein Restaurant und einen Shop beherbergt.
Das TEA entstand in Zusammenarbeit mit dem spanischen Architekten Virgilio Gutiérrez. Es liegt im Stadtzentrum an einem Hang zwischen einer Brücke und einem Kanal. Der Grundriss hat die Form eines Rechtecks, dem durch versetzte Diagonalen ein Dreieck in der Mitte herausgeschnitten wird. Dort befindet sich der geöffnete Innenhof, über den man auch ins Innere des Gebäudes gelangt. Eine diagonale, offen zugängliche Rampe reicht von der oberen bis zur unteren Ebene und führt mitten durch das Gebäude.
Die Außenseiten scheinen auf den ersten Blick wehrhaft, erinnern durch die Pixel- oder Tetrisformen der Fenster dann aber schnell an abstrakt-geometrische Gemälde oder auf der Kanalseite an einen nicht entschlüsselbaren Computercode. Am groben Sichtbeton zeigen sich außen die Spuren des Regens. Dunkle Bodenplatten rund um das TEA grenzen es noch stärker von der Umgebung ab. Im Inneren gibt es zahlreiche große Ausstellungsräume und noch bis Januar 2010 werden unter anderem Landschaftsfotos von Thomas Ruff präsentiert, die sich in ganz ähnliche Pixel auflösen, wie die Außenwände des Gebäudes selbst.

Herzog & de Meuron: Tenerife Espacio de las Artes

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Thema: Architektur | Kommentare (0) | Autor: Steffen