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Iglesia de El Salvador in Santa Cruz de La Palma

Samstag, 24. Oktober 2009 9:56

Es ist das größte Renaissancegebäude der gesamten Kanaren. Gebaut wurde die Iglesia de El Salvador Ende des 15. Jahrhunderts. Die Fassade zitiert Elemente eines römischen Triumphbogens und liegt an einem kleinen, zentralen Platz mitten im Zentrum von La Palmas Hauptstadt Santa Cruz. Die Stadt am Fuße eines Vulkankraters war im 16. Jahrhundert nach Sevilla und Antwerpen die wichtigste Hafenstadt des spanischen Königreichs. Die Kirche stammt aus dieser kolonialen Blütezeit. Sie fügt sich nahtlos ein in das Netz von kleinen Gassen und Straßen der intakten Altstadt. Das Innere beeindruckt vor allem mit einer abwechslungsreichen, farbenfrohen Kassettendecke. Vor der Kirche steht ein Denkmal für den Geistlichen Hernández, der im frühen 19. Jahrhundert in seinen Predigten für politische Freiheit eintrat.

Iglesia de El Salvador in Santa Cruz de La Palma

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Thema: Architektur | Kommentare (0) | Autor: Steffen

John Flaxman und die Renaissance. Bode-Museum Berlin

Mittwoch, 3. Juni 2009 9:36

Bode-Museum Berlin, Museumsinsel

Eine kleine, sehr sehenswerte Ausstellung ist noch bis zum 12. Juli im (oft menschenleeren) Berliner Bode-Museum zu bestaunen. In nur einem Raum werden unterschiedliche Werke des englischen Neoklassizisten John Flaxman (1755-1826) einem Gemälde Masaccios und einem Relief Donatellos, beides Meisterwerke der Florentiner Frührenaissance, gegenübergestellt. Dabei wird dem Besucher zum einem gezeigt, wie sich Flaxman von Zeichnungen über den Gips hin zum Relief mit einer Anbetung der Könige arbeitet. (Dieses atemberaubend schöne Stück, eine erst vor kurzem als Flaxman-Original identifizierte Leihgabe aus Privatbesitz, ist auch das absolute Highlight der Schau.) Zum anderen kann man Flaxmans Arbeiten immer wieder mit denen der Renaissance-Meister vergleichen. Wie baut er seine Körper? Was macht er mit den Umrisslinien? Wie sind die Figuren im Raum angeordnet? Als Extra gibt es eine echte Wedgwood-Vase zu der Flaxman den Figurenschmuck lieferte und drei Illustrationen zu Dante und Aischylos. Doch auch ohne diese in Berlin selten gezeigten Blätter funktioniert hier, was vor einigen Wochen in der Ausstellung Rothko/Giotto (mehr dazu hier) nicht geklappt hat: Auch dank der hilfreichen, verständlichen Erläuterungen ist jeder in der Lage, Parallelen zu erkennen und so Dinge in den Kunstwerken zu sehen, die ohne Vergleich verborgen geblieben wären. (Flaxmans Relief ist übrigens noch bis Anfang 2010 als Leihgabe in Berlin.)

Thema: Kunst | Kommentare (2) | Autor: Steffen