Beitrags-Archiv für die Kategory 'Architektur'

Taschen eröffnet Laden in Berlin

Samstag, 2. Mai 2009 9:51

Am kommenden Donnerstag ist es soweit: Der Taschen-Verlag eröffnet in der Berliner Friedrichstraße einen eigenen Store. Das volle Spektrum des Verlagsprogramms will man dort präsentieren. Designer Phillipe Starck, dessen Bücher natürlich bei Taschen erscheinen, gestaltete die Einrichtung. Mit Sicherheit gibt es dort auch die Möglichkeit durch Walton Fords 1250,00 € teuren Bildband Pancha Tatra zu blättern. Am 15. Mai steht übrigens schon die nächste Neueröffnung ins Haus, dann in Kopenhagen.

Thema: Architektur, Kunst | Kommentare (0) | Autor: Steffen

Emil Fahrenkamp: Shell-Haus in Berlin

Freitag, 24. April 2009 9:56

Emil Fahrenkamp

Gebaut für die Rhenania-Ossag Mineralölwerke, dann Verwaltungsgebäude der Shell AG, bis vor kurzem noch Sitz der Bewag und jetzt Hauptverwaltung der Gasag - das Gebäude am Berliner Reichpietschufer, genau parallel zum Landwehrkanal hat schon einigen Firmen als Sitz gedient. Errichtet wurde es 1930-31 nach Plänen des Aachener Architekten Emil Fahrenkamp, der während des Nationalsozialismus im Umfeld von Herrman Göring weiter in Deutschland arbeitete. Es sind die um die Ecken gebogenen Fenster und Travertinplatten der wellenförmigen Fassade, die das Haus so berühmt machen und nach der  Restaurierung im Jahr 2000 noch prächtiger aussehen lassen. Jeweils nach zwei Fensterachsen steigert Fahrenkamp die Geschosshöhe. Die umlaufenden Fensterbänder mit ihren asymmetrischen Stahlrahmen halten das ganze Gebäude zusammen. Ein moderner Klassiker!

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Thema: Architektur | Kommentare (2) | Autor: mulliner

Hightech und Harmonie: Das Science Center Medizintechnik in Berlin

Montag, 6. April 2009 10:59

Ein neues Berliner Architektur-Highlight, ganz in der Nähe des trostlosen Leipziger Platzes steht kurz vor der Vollendung. Im Juni 2009 öffnet die Otto Bock Healthcare GmbH in der Ebertstraße 15a ihr Science Center Medizintechnik. Das von dem Büro Gnädinger Architekten entworfene Haus wird neben Seminarräumen auch eine für die Öffentlichkeit zugängliche Ausstellung beherbergen, in welcher das 1914 gegründete Unternehmen neueste Entwicklungen aus der Medizintechnik zeigen will. Dass die äußere Hülle des Gebäudes an natürliche Formen erinnert, ist kein Zufall: Die unregelmäßigen Bänder sind der Struktur von Muskelfasern nachempfunden. Harmonie von Technik und Mensch als Motto für die Architektur - passend zu einem Unternehmen, das neben Rollstühlen auch Orthesen und Prothesen herstellt. Doch egal, wie man das Gebäude auch deutet - nach den einfallslosen Hochhäusern am Potsdamer Platz und der 08/15-Rasterarchitektur auf dem Leipziger Platz endlich ein Hingucker in Berlins Mitte!

Otto Bock Science Center Berlin Gnädinger Architekten
Otto Bock Science Center April 2009 Berlin
Otto Bock Health Care Ebertstraße Berlin

Thema: Architektur | Kommentare (0) | Autor: mulliner

T.C.Boyle: Die Frauen

Mittwoch, 4. März 2009 15:04

Ein Roman über einen Architekten. Weniger einfallsreiche Autoren hätte wohl eine klassische Künstlerbiografie geschrieben: Lehrjahre, die Suche nach Aufträgen, die ersten Entwürfe und so weiter. Nicht so T.C. Boyle - für ihn steht das Leben Frank Lloyd Wrights, den man durchaus als Amerikas berühmtesten Architekten bezeichnen kann, im Mittelpunkt; besser gesagt seine Frauen. Boyle, der in einem echten Wright-Haus lebt, fand jede Menge romantauglichen Stoff. Ehebruch, Flucht, Mord - einige Jahrzehnte im Leben von Wright und seinen Frauen wurden von den Schlagzeilen in der Presse bestimmt. So ist Boyles Roman keine reine Biografie, sondern eher ein dramatischer Roman, der den Umgang der amerikanischen Öffentlichkeit mit einem außergewöhnlichen Mann und seinem Leben abseits der damaligen Konventionen zeigt. mehr

Thema: Architektur, Literatur | Kommentare (2) | Autor: mulliner

Michael Gottlieb Bindesbøll: Thorvaldsen-Museum in Kopenhagen

Donnerstag, 12. Februar 2009 18:09

Sieben Jahre vor seinem Tod fasste der dänische Bildhauer Bertel Thorvaldsen (1770-1844) in Rom den Entschluss, seine Werke, seine Sammlung und sein Vermögen der Heimatstadt Kopenhagen zu überschreiben, damit dort ein ihm allein gewidmetes Museum entstünde. Die Unterstützung des Königs und aller Kopenhagener war ihm sicher; gehörte er doch über viele Jahrzehnte zu den wichtigsten Künstlern ganz Europas. Das Thorvaldsen-Museum ist das erste und gleichzeitig bedeutendste Bauwerk des dänischen Architekten Bindesbøll (1800-1856). Der 1848 eröffnete spätklassizistische Bau von Thorvaldsens Freund ist Dänemarks ältestes Museum und zeigt vom Grundriss bis zu den Wandbemalungen und den Fussbodenmosaiken zahlreiche antikisierende Elemente. Originale Abgüsse und Skulpturen von Thorvaldsen werden genauso ausgestellt wie seine große Kunstsammlung, die von antiken Stücken bis zu Gemälden seiner Zeitgenossen reicht. .

Thema: Architektur | Kommentare (2) | Autor: mulliner

Frank Lloyd Wright: Home and Studio in Oak Park

Donnerstag, 5. Februar 2009 20:05

Die ersten 20 Jahre seiner Karriere lebte und arbeitete Frank Lloyd Wright (1867-1959) in dem von ihm immer wieder umgebauten und erweiterten Wohnhaus mit Atelier in Oak Park, einem ruhigen Vorort von Chicago. Mit gerade einmal 22 Jahren lieh er sich Geld von seinem damaligen Arbeitgeber Louis Sullivan (1856-1924), dem berühmten Vater der Wolkenkratzer, kaufte ein ländliches Grundstück und baute für seine erste Ehefrau Catherine Tobin ein kleines Häuschen, das mit den Jahren zum Experimentierobjekt des aufstrebenden Architekten wurde und an dem er 1898 sein Atelier anbaute. Hier entstanden am Reißbrett nicht nur mehr als 130 Gebäude, hier wurden mögliche Auftraggeber empfangen und nicht zuletzt wuchsen hier auch seine Kinder auf. Im typischen Stil der Prairie Houses passt sich das Gebäude flach der Landschaft des Mittleren Westens an, sind die Innenräume offen gestaltet und werden die verwendeten Naturmaterialen offen zur Schau gestellt. Der äußere Skulpturenschmuck stammt vom in Deutschland geborenen Bildhauer Richard Bock (1865-1949), der mit Wright noch häufiger zusammenarbeitete. Und noch ein Deutscher beeinflusste (wenn auch indirekt) Wrights Bauten: Schon als Kind soll der berühmteste Architekt Amerikas mit Bauklötzern des Pädagogen und Kindergarten-Erfinders Friedrich Fröbel (1782-1852) gespielt haben. Haus und Atelier in Oak Park wirken tatsächlich wie mit unterschiedlichen Bausteinen zusammengestellt.

T. C. Boyle beginnt in seinem Roman “Die Frauen” mit der Zeit nach Oak Park und erzählt Wrights Leben in drei großen Kapiteln rückwärts, das letzte widmet sich dann Oak Park und Wrights damaligen Frauen, Catherine und der Geliebten Mamah. Hier die Buchbesprechung!

Thema: Architektur | Kommentare (5) | Autor: mulliner

Erik Gunnar Asplund: Stadsbiblioteket in Stockholm

Mittwoch, 7. Januar 2009 20:44

Nach einer USA-Reise plante der schwedische Stararchitekt Asplund (1885-1940) die Stockholmer Stadtbibliothek - eins der letzten Beispiele des Skandinavischen Neoklassizismus und seit vielen Jahrzehnten eins der berühmtesten Gebäude Stockholms. 1928 wurde die Bibliothek eröffnet. Ihr Körper: Ein Quader mit darin steckendem Zylinder. Im Quader befinden sich kleine Lesesäle und Verwaltungsräume, im Zylinder der beeindruckende große Bibliothekssaal. In der Eingangshalle empfangen antik anmutende Stuckreliefs die Besucher, viele Details erinnern an ägyptische Kunst. Und ohne Taschenkontrolle steht man dann plötzlich in einem modernen Tempel der Weisheit.

Thema: Architektur | Kommentare (0) | Autor: mulliner