Moacyr Scliar: Kafkas Leoparden

Moacyr Scliar
Schon wieder Kafka. Aber was der Brasilianer Moacyr Scliar (1937-2011) in seinem kleinen Roman aus dem fünfzeiligen Fragment Franz Kafkas „Leoparden im Tempel“ macht, ist viel mehr als eine verrückte Fingerübung: Der in Südamerika sehr bekannte Autor verknüpft Literatur- und Weltgeschichte zu einer rasanten und spannenden Abenteuerstory. Daher soll an dieser Stelle einmal nicht die Handlung nacherzählt werden. Es geht um Revolution, jüdische Schriftgelehrte, Geheimdienste und natürlich um Kafka, der sogar persönlich auftritt.
Wie dabei reale Personen und Ereignisse mit Fiktionen, Kafka-Deutungen und einer Coming of Age-Story überblendet werden, ist wirklich zauberhaft. Die schöne Ausstattung des im letzten Jahr im Lilienfeld Verlag erschienenen Buches und das informative Nachwort des Übersetzers Michael Kegler machen „Kafkas Leoparden“ zu einem echten Geheimtipp!

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