Beiträge vom April, 2010

Le Grand Geste! Museum Kunst Palast Düsseldorf

Donnerstag, 22. April 2010 13:27

Gekleckert und verschmiert, gespritzt und verwischt. Mal dick aufgetragen und mit dem Spachtel bearbeitet, mal flüssig über die Leinwand geträufelt. Was Künstler mit Farbe auf Papier und Leinwand alles anstellen können, wenn sie sich erst einmal vom abzubildenden Gegenstand gelöst haben, ist derzeit in der großen Ausstellung “Le Grand Geste! Informel und Abstrakter Expressionismus. 1946-1964 in Düsseldorf zu sehen.
Etwa 150, meist großformatige Werke beweisen, dass in nicht einmal zwanzig Jahren zwischen Kriegsende und der documenta III als Durchbruch der Pop Art allein in Deutschland, Frankreich und den USA unerwartet viele Positionen abstrakt-expressiver Malerei nebeneinander standen. Und auch wenn das von vielen Kritiker- und Kunsthistoriker-Generationen gestiftete Begriffswirrwarr nicht vollständig geklärt werden kann, so ist doch jeder, der sich auf die Bilder einlässt, schnell gefesselt von der ungegenständlichen Vielfalt.
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Thema: Kunst | Kommentare (0) | Autor: Steffen

Turmkunst: Bierpinsel Steglitz

Dienstag, 20. April 2010 17:25

Gelandet ist das UFO schon Mitte der 70er Jahre. Doch richtig bunt wird es erst jetzt. Das liebevoll Bierpinsel genannte, ehemalige Turmrestaurant Steglitz der ICC-Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte stand in den letzten Jahren leer. Seit Anfang April gestalten nun vier internationale Street Art-Künstler die Außenhaut des futuristischen Gebäudes. Bis Mitte April ist es noch Flying Förtress aus Hamburg. Im Inneren gibt es eine von der Vicious Gallery organisierte Ausstellung mit Urban Art u.a. von Dave The Chimp, Sozyone González und Stefan Strumbel. Unter turmkunst.de finden sich weitere Informationen, einen kritischen Bericht über das Projekt und die Organisatoren gibt es bei proud.de und immer wieder aktuelle Fotos erscheinen bei ekosystem.org. Hier einige Aufnahmen vom 17. April 2010:

Der Steglitzer Bierpinsel

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Thema: Architektur, Kunst | Kommentare (0) | Autor: Steffen

Das beste Literaturmagazin der Welt: Slightly Foxed

Donnerstag, 8. April 2010 9:04

Es kann ja gar nicht oft genug auf das großartige “Slightly Foxed” aus England hingewiesen werden. Nicht nur, dass das Magazin mit ganz persönlichen Buchbesprechungen nach wie vor wunderbar oldfashioned auf Papier erscheint (und nicht als  App), vor kurzem haben die beiden Herausgeber Gail Pirkis und Hazel Wood im krisengeschüttelten London auch noch einen alten Buchladen übernommen (South Kensington, 123 Gloucester Road).
In mal enthusiastischen, mal informativen, aber immer leidenschaftlichen Kurzessays werden in Heft 25, der aktuellen Frühlingsausgabe, Bücher von so unterschiedlichen Autoren wie Janet EvanovichJohn Kenneth Galbraith oder Edith Sitwell besprochen. Es geht diesmal also um Abenteuer einer Kopfgeldjägerin, um den Aufbau des Sozialstaats und englische Exzentriker - wenn das keine wilde Themenmischung ist!
Im Vorwort berichten die Herausgeber regelmässig aus ihrem Büroalltag und wenn das Abo schon wieder ausläuft, bekommt man keine Mail, sondern einen sympathischen Erinnerungsbrief.
Kurz: “Slightly Foxed” ist Pflichtlektüre für alle Büchernarren und Bibliomanen!

Thema: Literatur | Kommentare (0) | Autor: Steffen

Roberto Bolaño: 2666

Dienstag, 6. April 2010 9:25

Es ist schon viel über Roberto Bolaños letzten Roman “2666″ geschrieben worden. Auf der Homepage des Verlages erläutert Tobias Lehmkuhl die fünf Teile des ingesamt über 1000 Seiten dicken Buches. Unter www.zwei666.de finden sich Einträge unterschiedlicher Autoren, die “2666″ im letzten Jahr gemeinsam lasen. Daher will ich hier auf eine Inhaltsangabe verzichten (alle Erzählstränge und Personen anzusprechen, würde sowieso den Rahmen sprengen), sondern stattdessen auf einige mir wichtige Motive eingehen. [...]

Thema: Literatur | Kommentare (3) | Autor: Steffen

Robert Berks: Albert Einstein Memorial

Sonntag, 4. April 2010 9:44

Endlich ein Denkmal zum Kuscheln! Auch wenn der bronzene Albert Einstein mehr als 3,5 m hoch ist, sitzt er doch so entspannt (Sandalen!) und einladend auf dem Gelände der National Academy of Sciences in Washington D.C., dass jeder sofort grinsend zu ihm eilt, um sich anzulehnen oder gleich auf den Oberschenkel zu klettern. Doch das besonders bei Kindern beliebte Denkmal des amerikanischen Bildhauers Robert Berks bietet noch mehr: Auf dem Notizblock in Alberts Hand finden sich seine drei wichtigsten Formeln (Fotoeffekt, Äquivalenz von Masse und Energie und natürlich die allgemeine Relativitätstheorie), auf der Sitzbank aus weißem Granit stehen drei berühmte Zitate und auf dem Boden vor ihm zeigen über 2700 Metallstifte den Stand von Sonne, Mond, Sternen und Galaxien vom 22. April 1979, dem Eröffnungstag des Denkmals und Einsteins 100. Geburtstag.

Albert Einstein Memorial in Washington D.C.

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Thema: Kunst | Kommentare (1) | Autor: Steffen