Stolz und Vorurteil und Zombies
Samstag, 11. April 2009 17:43
Man nehme einen Klassiker der Literaturgeschichte und füge ein paar schaurige Untote hinzu. Und schon hat man einen Skandal und das Buch stürmt die Bestsellerlisten. So gerade geschehen mit Jane Austens “Pride and Prejudice”, das der amerikanische Schriftsteller Seth Grahame-Smith (Autor von Büchern wie “How to Survive a Horror Movie” und “The Big Book of Porn”) mit jeder Menge Horror-Elemente vermischte und zu “Pride and Prejudice and Zombies” aufmotzte. Die Handlung bleibt in den Grundzügen gleich, doch ist diese Welt bevölkert von fiesen und gefährlichen Zombies. So muss Mr. Bennet also selbst für eine gute Kampfkunstausbildung seiner Töchter sorgen. Und da die Mädels persönlich eine Zombie-Attacke auf Mr. Bingleys Party vereiteln, steht Jane plötzlich ganz hoch in Bingleys Ansehen. (Den Rest des Inhalts hier.) Der Verlag verkündet inzwischen, dass das Buch nicht mehr lieferbar sei. Und im New Yorker äußert ein Literaturprofessor die Vermutung, dass diese neue Textgattung (genannt Mashup) erst durch das Internet möglich geworden ist. Ganz ehrlich: Was in Musik, Malerei, Mode gut klappt, kann doch auch in der Literatur funktionieren. Also her mit der deutschen Übersetzung und noch mehr durchgeknallten Mashups!
Nachtrag 22.06.2009: Oliver hat das Buch inzwischen gelesen und ausführlich in seinem OliBlog besprochen. Er vergibt beachtliche 7 von 10 Punkten!
Thema: Literatur | Kommentare (2) | Autor: mulliner



